Die Geschichte von Uchi
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01 — Die Arbeit

Mit dreizehn habe ich angefangen, Torten zu backen. Ich wurde früh zum Arbeiten ermutigt, baute neben der Schule eine kleine Tortenfirma auf, eröffnete nach dem Abschluss einen Laden, ging dann in eine Profiküche und gründete ein Catering. Ich habe die Arbeit immer geliebt, das Erfüllende daran, solange sie kreativ bleibt.

Doch irgendwo in der Wiederholung, in den immer gleichen Tagen, ging dieser Teil leise aus.

Founder of Uchi
June · Gründerin
02 — Das Jahr

Aus einem Urlaub im Ausland wurde ein Jahr, das ich nicht geplant hatte.

Zum ersten Mal hatte ich leere Stunden, um zu überlegen, was ich eigentlich will. So, wie man das Anfang zwanzig tut, wenn noch nichts entschieden ist. Die Morgen füllte ich mit meiner Matcha-Routine, einer stillen Obsession, seit ich mit zwölf in Japan das erste Mal Matcha getrunken habe. Die Ruhe dieser Morgen klärte etwas, das die Küche flach gemacht hatte. Und wie so oft bei mir wurde aus der Obsession meine Arbeit.

Stone mills grinding matcha in Uji, Japan
Uji, Japan · in Steinmühlen gemahlen
03 — Die Zeremonie

Matcha trägt eine jahrhundertealte Zeremonie:

ein paar langsame Minuten, die einem gehören, eine Routine, auf die man sich freut, zubereitet, wie es in Japan immer schon getan wird. Wir leben heute schneller, und solche Rituale sind das Erste, was der Tag hergibt. Die Frage, aus der Uchi wurde, war, wie man diese Minuten behält. Und dann eine interessantere: wie man sie mit der Schönheit verbindet, die uns heute so viel bedeutet, damit das Ritual nicht im Schrank verschwindet, sondern sichtbar bleibt. Etwas, das man gern ansieht.

The Uchi fulfilment space
Die Zeremonie
04 — Das System

Beides auf einmal zu beantworten, daraus entstand das System. Ich habe mit dem Objekt angefangen und rückwärts gearbeitet, von der Art, wie es auf einer Arbeitsfläche steht, bis zu dem, was hineinkommt. Der Base aus Edelstahl, gemacht, um zu bleiben, ein Objekt, das sich seinen Platz verdient, wie gute Möbel es tun. Ein Pod aus Aluminium, gefüllt mit Matcha, gemacht, um recycelt und neu bestellt zu werden.

Das Wort System ist bewusst gewählt. Den Base behalten Sie. Der Pod geht zurück in den Kreislauf, Aluminium, das sich ohne Verlust recyceln lässt, immer wieder. Und dasselbe Denken zieht sich durch die ganze Marke: Verpackung, die in den Kreislauf zurückgeht, aus dem sie kam, durchdachter Versand, ein Produzent, ein Standard. Kein Produkt mit Nachfüllung, sondern ein geschlossener Kreislauf.

von der Arbeitsfläche in die Tonne auf das Feld.

Der Matcha ist der Grund für das Objekt, nie ein Nachgedanke dazu.

Uchi arbeitet mit einem einzigen Produzenten: Horii Shichimeien, ein Teehaus in Uji, gegründet 1879. Ihr Teemeister komponiert Kaze no Shiro aus Tencha der ersten Pflückung aus Kyoto, Nara und Shiga — eine Mischung in der Tradition von Uji, in Steinmühlen gemahlen, vierzig Gramm pro Stunde.

Uchi (うち) ist das japanische Wort für Zuhause — nicht das Haus, sondern das Gefühl davon, das man in sich trägt.

Sein Zeichen, ein kleines rotes Quadrat, stammt von den alten quadratischen Häusern Japans: das Ritual respektiert, in einer Form, die dorthin gehört, wo man ohnehin lebt.

05 — Ehrlich

Ich tue nicht so, als wäre der Aufbau mühelos gewesen. Ich habe jahrelang mit den Händen gearbeitet; jetzt ist der Großteil meines Tages ein Laptop und Software, die ich noch lerne. Ich kann noch nicht alles davon gut, und ich lerne täglich. Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich das meine Arbeit nennen darf.

A quiet moment with a bowl of matcha
Die Entstehung

Denn bei Uchi ging es nie wirklich um Matcha.

Es geht um die paar Minuten am Tag, die niemandem gehören außer einem selbst. Die Minuten, die jeden Ort zu einem Zuhause machen.

うち

Das ist der Anfang.

Das System kennenlernen Uchi · Uji, Japan